Sachsenwald Coven

Sachsenwald Coven

Der Sachsenwald Coven war der erste traditionelle Coven in Deutschland und ist der älteste noch bestehende Coven in Europa außerhalb von England. Im Jahr 2013 wurde der Sachsenwald Coven in Coven Hamburg umbenannt – auf dieser Seite erinnern wir an die Geschichte der Entstehung des Coven und stellen Informationen rund um Wicca in Deutschland zur Verfügung.

Geschichte des Coven

Hinweis: Hier namentlich genannt werden nur Personen, die dazu ihr Einverständnis gegeben haben. Die hier aufgeführten Namen sind stets die "magischen" Namen der jeweiligen Personen.

1969

Die Geschichte des Sachsenwald Coven beginnt am Imbolg Abend 1969. Zu Beginn hatte die Gruppe nur drei Mitglieder, darunter Rita, welche in den 1960ern durch den Bricket-Wood-Coven die Traditionen des Wicca lernte und von J. Bracelin initiiert wurde und Valerie, welche für die Entwicklung des Coven noch sehr entscheidend werden sollte. Rita lebte bis 1968 in England und zog nachdem sie geheiratet hatte nach Aumühle, wo zu diesem Zeitpunkt auch Valerie lebte. Die beiden kannten sich schon aus England.

Die ersten Treffen fanden noch im kleinen Kreis statt, doch schon bald begann die Gruppe zu wachsen und gewann einige Mitglieder, vor allem aus Hamburg und Aumühle. Rita übernahm das Amt der Hohepriesterin und leitete den Coven zusammen mit einem Hohepriester (hier nicht namentlich genannt).

1970

Im Jahre 1970 initiierte der Coven eine lesbische Frau, was für damalige Verhältnisse recht fortschrittlich war. Trotz der Tatsache, dass Homosexualität in Deutschland nicht mehr unter Strafe stand, kann man dank dem Internet heute sagen, dass dies in anderen Coven, vor allem in Amerika, zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit war.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Coven meist um die dreizehn Mitglieder und mehrere Gruppen hatten sich bereits aus ihm heraus gebildet.

1972

An Imbolg 1972 gab es zum ersten Mal größere Änderungen im Coven. Einige Mitglieder waren unzufrieden über die Tatsache, dass der Coven sich auf dreizehn Personen beschränkte und forderten, dass die Gruppe weniger verschlossen sein sollte.

Das Logo, welches auch auf dieser Webseite oben zu sehen ist, entstand an diesem Abend. Außerdem entschloss man sich ein Konzil zu bilden, über welches Valerie den Vorsitz hatte. Ab diesem Zeitpunkt wurde auch weiterhin jedem Mitglied, dass den zweiten oder dritten Grad erreicht hatte, die Möglichkeit gegeben einen eigenen Coven zu gründen, jedoch bildete sich hier erstmals ein Tochtercoven, eine abgespaltene Gruppe, die jedoch weiterhin im Kontakt mit der ursprünglichen Stand und mit dieser die Jahreskreisfeste gemeinsam verbrachte.

1994

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Coven in seiner gesamten Geschichte bereits um die 150-200 Wiccas initiiert. Mit dem Zuwachs des Interesses an Wicca, den immer mehr werdenden Büchern und dem damals noch relativ neuen Internet, kamen auch neue Hindernisse.

Nach einem Briefwechsel Ritas mit einer amerikanischen Hohepriesterin entschloss sich der Coven von nun an über alle Initiationen Buch zu führen und jeder initiierten Person auf Wunsch eine Urkunde auszustellen, um die Initiation zu belegen. Diese damals neue Methode sollte der Sicherung der Traditionen dienen und wurde vom Coven bis heute fortgeführt. In vielen traditionellen Coven hat sich die Ausstellung von Urkunden durchgesetzt und ist heute weltweit verbreitet.

2004

An Samhain 2004 entschied sich Rita aus Altersgründen ihr Amt als Hohepriesterin aufzugeben. Der Coven wählte infolgedessen Valerie zur neuen Hohepriesterin.

Sie war zwischenzeitlich nach Hamburg gezogen. Von dort kamen auch die meisten Mitglieder des Coven, weshalb erstmals über eine Verlegung des Covenstands diskutiert wurde.

2007

Einige Jahre später war es soweit und auch der Hohepriester des Coven gab sein Amt auf. Auf Vorschlag Valeries wurde Frater P. F., welcher seit 1999 Mitglied des Coven war, zum neuen Hohepriester gewählt.

2013-2017

Anfang 2013 kamen in der Gruppe wieder Diskussionen auf. Man wünschte sich einerseits sich an die modernen Zeiten des Internets anzupassen und mehr in die Öffentlichkeit zu treten und andererseits auch, dass der Covenstand verlegt wird, da die meisten Mitglieder gar nicht in der Nähe des Sachsenwald wohnten.

Valerie schlug vor, probeweise jedes zweite Treffen des Coven in Hamburg, statt im Sachsenwald abzuhalten. Bei den Mitgliedern stoß dies auf großen Zuspruch. Ende 2016 waren fast alle Mitglieder des Coven, so auch Frater P. F., dauerhaft in Hamburg und Treffen des Coven fanden fast nur noch dort statt. An Imbolg 2017 wurde der Coven dann offiziell in Coven Hamburg umbenannt, die Gruppe baute erstmals eine Webpräsenz auf und der Covenstand wurde dauerhaft nach Hamburg verlegt.